Erdwärmenutzung

Erdwärmenutzung

Die Erdwärme oder Geothermie gehört zu den regenerativen Energien. Sie hat viele Vorteile: Erdwärme steht jederzeit und überall zur Verfügung, ist unabhängig von Klima und Jahreszeit, Erdwärme ist äußerst zuverlässig und nach menschlichem Ermessen unerschöpflich.

Mit dem heutigen Stand der Technik lässt sich die Erdwärme sowohl oberflächennah als auch in großen Tiefenbereichen von bis zu 5000 Metern und mehr nutzen. Die niedrigen Temperaturen in den oberen Erdschichten eignen sich vor allem zum Heizen von Gebäuden im privaten Bereich. Zur Nutzung der oberflächennahen Erdwärme stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung: Weit verbreitet ist dabei der Einsatz von Erdwärmesonden. Bei dem Betrieb von Erdwärmesonden wird dem Grundwasser Wärme entzogen. Die Bohrtätigkeit, die Verwendung von Spülzusätzen und das Verbinden von Grundwasserstockwerken kann die Beschaffenheit des Grundwassers beeinträchtigen. Für die Errichtung und den Betrieb einer Erdwärmepumpe (Erdwärmesonde) mit einer Heizleistung bis 30 kW benötigen Sie daher vorab eine wasserrechtliche Erlaubnis. Ein entsprechender Antrag sollte rechtzeitig vor Baubeginn gestellt werden.

Geothermische Brunnenanlagen können an geeigneten Standorten dafür genutzt werden, durch Förderung und Wiedereinleitung des Grundwassers dessen Wärmeenergie direkt zu verwenden. Auch hier ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich. Da das Verfahren mit der Errichtung von Förderbrunnen und Schluckbrunnen wesentlich aufwändiger ist, ist auch das wasserrechtliche Erlaubnisverfahren etwas umfangreicher.

Erdwärmekollektoren werden horizontal in geringer Tiefe knapp unterhalb der Frostgrenze (maximal 2 Meter) verlegt und gewinnen fast ausschließlich die von der Sonne eingestrahlte Wärmeenergie. Sie funktionieren nach dem Prinzip wie Erdwärmesonden, werden aufgrund ihres großen Flächenbedarfs seltener eingesetzt. Kollektoren, die mindestens 1 Meter über dem höchsten Grundwasserstand liegen, haben keine Auswirkungen auf das Grundwasser. Ein wasserrechtliches Verfahren ist nicht erforderlich, wenn ein ausreichender Abstand zum Grundwasser nachgewiesen wird.

Informationen rund um das Thema können Sie auf der Internet-Seite des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG), Wiesbaden abrufen, das darin auch einen Leitfaden für Erdwärmenutzung in Hessen eingestellt hat. Daneben finden Sie auch Kartenmaterial über die hydrogeologische und wasserwirtschaftliche Einstufung der jeweiligen Gebiete, d. h. Sie können hier selbst erkennen, ob Ihr Grundstück in einem wasserwirtschaftlich und/oder hydrogeologisch günstigen, ungünstigen oder unzulässigen Gebiet gelegen ist. Ebenso finden Sie dort Antragsformulare und nähere Informationen zur Beantragung der wasserrechtlichen Erlaubnis sowie Hinweise auf eventuell erforderlich werdende bergrechtliche Zulassungen, die bei Anlagen mit einer Heizleistung über 30 kW oder bei geplanter Bohrtiefe über 100 Meter einzuholen ist.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde

Kontakt

wasserbehoerde@kreisgg.de
Fax: 06152 989-178

Frau D. Gessner
Zimmer 514
06152 989-394

Herr M. Einsfeld
Zimmer 510
06152 989-576

Herr P. Schneider
Zimmer 514
06152 989-589

Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
Wilhelm-Seipp-Str. 4
64521 Groß-Gerau

06152 989-0
Fax: 06152 989-133
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