Waffenrecht

Voraussetzungen zum Erwerb von Schusswaffen

Wer erlaubnispflichtige Schusswaffen erwerben oder besitzen will, benötigt eine Waffenbesitzkarte (WBK).

Von der Waffenbesitzkartenpflicht ausgenommen sind Gas- und Schreckschusswaffen, sowie Luftdruck-, Federdruck- und Co2 - Waffen, die ein entsprechendes Prüfzeichen aufweisen. Diese Waffen dürfen von Personen ab 18 Jahren frei erworben werden.

Die Waffenbesitzkarte berechtigt dazu, die tatsächliche Gewalt über die darin eingetragene Waffe auszuüben, sie innerhalb des befriedeten Besitzes wie Wohnung oder Wohngrundstück zu führen und sie z.B. zum Schießstand oder zur Reparatur zu einem Büchsenmacher zu transportieren. Beim Transport darf die Waffe nicht zugriffsbereit und nicht geladen sein. Waffe und Munition sind getrennt zu transportieren.

Voraussetzung für die Erteilung der WBK ist die persönliche Eignung, Zuverlässigkeit, Sachkunde im Umgang mit Waffen und das Bedürfnis zur Verwendung der Waffe.

Die Zuverlässigkeit wird generell durch die Waffenbehörde überprüft. Die Prüfung der Zuverlässigkeit dauert zur Zeit 14-18 Wochen. Der Nachweis der Sachkunde und des individuellen Bedürfnisses sind durch die antragstellende Person zu erbringen.

Ausnahme: Bei Erben werden keine Sachkunde- und Bedürfnisnachweise gefordert.

 

Waffenbesitzkarte für Sportschützen:

Nachweis einer mindestens einjährigen, regelmäßigen schießsportlichen Betätigung nach überörtlichen Regeln, z.B. durch Bescheinigung des anerkannten Schützenverbandes über Bedürfnis, ab der 3. Kurzwaffe besondere Bedürfnisbescheinigung durch den anerkannten Schützenverband, dem der Verein angehört. Ferner ist ein Zeugnis über eine abgelegte Sachkundeprüfung vorzulegen.

 

Waffenbesitzkarte für Jäger:

Schusswaffen zur Jagdausübung mit einer Länge von mehr als 60 Zentimetern - ausgenommen Selbstladewaffen, deren Magazin mehr als zwei Patronen aufnehmen kann - können mit dem Jagdschein erworben und dann bei der Waffenbehörde angemeldet werden. Die Anmeldefrist der Schusswaffen beträgt zwei Wochen. Das Bedürfnis zum Besitz von zwei Kurzwaffen zur Abgabe des Fangschusses gilt bei Jagdscheininhabern als vorhanden. Allerdings ist vor dem Erwerb ein Antrag bei der Waffenbehörde erforderlich.

 

Waffenbesitzkarte für Erben:

Personen, die Waffen im Wege der Erbfolge erworben haben und selbst ein Bedürfnis für den Besitz von Schusswaffen nachgewiesen haben, kann eine Waffenbesitzkarte für die im Wege der Erbfolge erworbenen Waffen ausgestellt werden. Für alle anderen Personen, die im Wege der Erbfolge Schusswaffen erwerben, gilt seit dem 01.04.2008 die Vorschrift des § 20 Abs. 3 Satz 2 WaffG. Danach sind Waffen, die im Rahmen der Erbfolge erworben wurden, mit einem dem Stand der Technik entsprechenden Blockiersystem zu verschließen, damit der Gebrauch der Waffe ausgeschlossen ist. Das Blockiersystem muss von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt(PTB)zugelassen sein. Bis zur Zulassung des notwendigen Blockiersystems durch die PTB kann die Waffenbehörde eine Ausnahmegenehmigung zur Ausübung der tatsächlichen Gewalt über die nicht mit einem Blockiersystem verschlossene Waffe erteilen. Diese Ausnahmegenehmigung wird in Regel befristet erteilt. Sofern Erben die geerbten Waffen nicht behalten möchten, können die Waffen an Waffenhändler veräußert oder zur Vernichtung abgegeben werden. Sofern sich auch Munition im Nachlass befindet, ist diese an Berechtigte zu überlassen.

 

Hinweis:

Der Erwerb und die Veräußerung einer Schusswaffe muss der Waffenbehörde innerhalb von zwei Wochen angezeigt und die WBK zur Ein- bzw. Austragung vorgelegt werden.

 

Benötigte Unterlagen:

Sportschützen erwerben die Sachkunde beim Besuch eines Lehrgangs zum Erwerb der Sachkunde und anschließender Sachkundeprüfung vor einem Prüfungsausschuss. Dieser Ausschuss fertigt ein Sachkundeprüfungszeugnis, welches dann der Waffenbehörde vorgelegt wird.

Der Nachweis des Bedürfnisses für Sportschützen ist nach einer mindestens zwölfmonatigen schießsportlichen Betätigung nach überörtlichen Regeln, durch die Bescheinigung des anerkannten Schützenverbandes, ab der 3. Kurzwaffe Bedürfnisbescheinigung durch den anerkannten Schützenverband mit Bestätigung, dass die weitere Waffe für den Schießsport benötigt wird, möglich.

Jagdscheininhaber erwerben die Sachkunde durch die jagdliche Ausbildung vor der Jägerprüfung.

 

Kosten
die Ausstellung einer Waffenbesitzkarte für Sportschützen (gelb)60,00 €
die Ausstellung einer Standardwaffenbesitzkarte an Jäger  (Langwaffen)30,00 €
je Berechtigung zum Munitionserwerb30,00 €
je Eintrag von Waffen in vorhandene WBK15,00 €
je Austragung von Waffen 15,00 €

 

Diese Liste ist nicht vollständig und bietet nur einen Überblick über die wichtigsten Gebühren.


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