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Treffen des Hessennetzwerks JUSTiQ:

Modellprogramm hilft Jugendlichen

Zum sechsten hessischen JUSTiQ-Netzwerktreffen kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Stadt- und Kreisverwaltungen im Groß-Gerauer Landratsamt zusammen. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Der Kreis Groß-Gerau gehört zu den 15 hessischen Städten und Landkreisen, die seit 2015 am ESF-Modellprogramm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ (JUSTiQ) teilnehmen. Bundesweit wird dieses Programm an 178 Standorten umgesetzt. Die Programmlaufzeit geht vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2018.

Vor wenigen Tagen war der zuständige Fachdienst Schulsozialarbeit der Kreisverwaltung Groß-Gerau Gastgeber des Hessennetzwerks JUSTiQ.  Bereits seit Programmstart kommen die zuständigen kommunalen JUSTiQ-Koordinatorinnen und -Koordinatoren der beteiligten hessischen Gebietskörperschaften regelmäßig zusammen, um sich auszutauschen. Bei diesem Treffen mit rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern standen aktuelle Entwicklungen in den Regionen, Informationen und Anforderungen aus dem Bundesministerium auf der Tagesordnung.  Die Moderation übernahm Erhard Zentner von der Stadtverwaltung Marburg.

Das ressortübergreifende ESF‐Vorhaben (ESF: Europäischer Sozialfonds) unterstützt junge Menschen mit Startschwierigkeiten beim Übergang von der Schule in den Beruf mit aufsuchender Arbeit, Beratung und Einzelfallhilfe (Jugendsozialarbeit). „Ziel ist, individuelle Hürden auf dem Weg Richtung Ausbildung und Arbeit zu überwinden und eine schulische, berufliche und soziale Integration zu ermöglichen“, erläutert Fachdienstleiterin Kerstin Roth. Ergänzend können Mikroprojekte verwirklicht werden, die neben der Entwicklung der Jugendlichen der Aufwertung von Quartieren dienen.

Im Kreis Groß-Gerau konnten mithilfe der Fördergelder aus dem ESF an drei Modellstandorten – Bertha-von-Suttner-Schule Mörfelden-Walldorf, Martin-Niemöller-Schule Riedstadt, und Anne-Frank-Schule Raunheim – die Teams der Schulsozialarbeit personell aufgestockt werden.  Sie kümmern sich gemeinsam mit den Schulen schwerpunktmäßig um die Einzelfallarbeit mit Jugendlichen, die schulmüde sind oder einen Schulbesuch vermeiden. Weiteres Ziel ist es, systemische Entwicklungen voranzutreiben.
Die Stadt Rüsselsheim ist ebenfalls in die Förderung einbezogen. Sie setzt die Mikroprojekte für alle Standorte um; hiervon profitiert auch die Alexander von Humboldt-Schule im Stadtteil Dicker Busch. Weitere Partner des Modellprogramms sind das Staatliche Schulamt, die Beratungsstellen, das Jugendamt, die Vitos Klinik und die Standortkommunen mit ihren Jugendförderungen.

Das Programm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und den Europäischen Sozialfonds gefördert.