Jagdbehörde

Jägerprüfung

Sie interessieren sich für die Ablegung der Jägerprüfung bzw. möchten sich dazu anmelden?

Voraussetzung um in Deutschland die Jagd ausüben zu können, ist der Besitz eines gültigen Jagdscheines. Die erste Erteilung eines Jagdscheines ist davon abhängig, dass die Bewerberin/der Bewerber in Deutschland eine Jägerprüfung erfolgreich abgelegt hat.

Jägerprüfungen in Hessen finden jeweils im Frühjahr sowie im Herbst statt. Genaue Termine sowie der jeweilige Anmeldeschluss können bei der Unteren Jagdbehörde abgefragt werden.

Gerne beantworten wir Ihre Fragen und beraten Sie individuell.

Benötigte Unterlagen:

  • Anmeldevordruck
  • Bei Minderjährigen Einverständniserklärung der/des Erziehungsberechtigten
  • Bescheinigung über den Besuch eines anerkannten Ausbildungslehrgangs
  • Nachweis über die Teilnahme an mindestens 5 Übungsschießtagen auf den laufenden Keiler
  • Nachweis über die Teilnahme an mindestens 5 Übungsschießtagen mit der Kurzwaffe
  • Nachweis einer Jungjäger-Haftpflichtversicherung
    Ggf. Bescheinigung über bereits bestandene Prüfungsteile in Hessen

Kosten:

  • 180,00 EUR (sind bei der Anmeldung zu entrichten)

Erst-Erteilung eines Jagdscheins

Sie haben die Jägerprüfung erfolgreich bestanden und möchten Ihren ersten Jagdschein beantragen?

Wer die Jagd ausüben möchte, muss einen auf seinen Namen lautenden Jagdschein mit sich führen.
Der Jagdschein wird von der für den Wohnsitz der Bewerberin/des Bewerbers zuständigen Jagdbehörde als Jahresjagdschein mit einer Geltungsdauer von einem oder drei Jagdjahren oder als Tagesjagdschein mit einer Geltungsdauer von vierzehn aufeinanderfolgenden Tagen erteilt.

Der Jagdschein gilt im gesamten Bundesgebiet. Vor der Erteilung des Jagdscheins prüft die Jagdbehörde anhand eines Auszuges aus dem zentralen Bundesstrafregister, ob der Antragsteller die erforderliche Zuverlässigkeit besitzt (Die Bearbeitung dauert circa 2 - 3 Wochen).

Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, aber noch nicht 18 Jahre alt sind, darf nur ein Jugendjagdschein erteilt werden. Ein Jugendjagdschein berechtigt nur zur Jagdausübung wenn der Jugendliche in Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder einer jagdlich erfahrenen Begleitperson ist. Der Jugendjagdschein berechtigt nicht zur Teilnahme an Gesellschaftsjagden. Sobald der Jugendliche volljährig – d.h. 18 Jahre alt - ist, besteht ohne weitere Prüfung Anspruch auf Erteilung eines regulären Jagdscheins.

Für Ausländer, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und ihren Hauptwohnsitz nicht in der Bundesrepublik Deutschland haben, besteht die Möglichkeit, einen Ausländer-Jahresjagdschein zu beantragen. Die Beantragung erfolgt bei der Unteren Jagdbehörde, in deren räumlichen Zuständigkeitsbereich die Jagd überwiegend ausgeübt werden soll. Dabei prüft die Behörde auch anhand eines vorgegebenen Kataloges, ob die im Heimatland bestandene Jägerprüfung als gleichwertig mit der deutschen Jägerprüfung angesehen werden kann.

Gerne beantworten wir Ihre Fragen und beraten Sie individuell.

Benötigte Unterlagen:

  • Antrag (als download auf dieser Seite hinterlegt)
  • Prüfungszeugnis über bestandene Jägerprüfung
  • Nachweis Jagdhaftpflichtversicherung
    (Gültigkeitsdauer entsprechend dem Zeitraum des beantragten Jagdscheines)
  • 2 Passbilder
  • Personalausweis oder Reisepass

Kosten:

Dreijahresjagdschein 190,00 EUR
Jahresjagdschein 80,00 EUR
Tagesjagdschein 30,00 EUR
Jugendjagdschein 36,00 EUR



(in dem jeweils angegebenen Betrag ist die Jagdabgabe enthalten)

Ausländer-Tagesjagdschein

Sie möchten einen ausländischen Gast zur Jagd in Deutschland einladen?

Für ausländische Jagdgäste, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, besteht die Möglichkeit, einen Ausländer-Tagesjagdschein zu beantragen.

Der Ausländer-Tagesjagdschein ist gültig für 14 aufeinanderfolgende Tage und kann auch für einen in der Zukunft liegenden Zeitraum beantragt werden.

Der Antrag ist bei der Unteren Jagdbehörde zu stellen, in deren räumlichem Zuständigkeitsbereich der ausländische Jagdgast überwiegend jagen möchte.
Nach Möglichkeit sollte der Antrag von dem einladenden Jagdpächter bzw. Gastgeber ausgefüllt werden, da auch von ihm verschiedene Angaben benötigt werden.

Den Antragsvordruck können Sie auf dieser Seite herunterladen.

Gerne beantworten wir Ihre Fragen und beraten Sie individuell.

Benötigte Unterlagen:

  • Antrag (als download auf dieser Seite hinterlegt)
  • Nachweis Jagdschein / Jagdberechtigung im Heimatland (Kopie)
    (ggf. deutsche Übersetzung der Dokumente)
  • Nachweis einer möglichst in Deutschland abgeschlossenen ausreichenden Jagdhaftpflichtversicherung
  • Bei Neuausstellung des Jagdscheinheftes 2 Passbilder

Kosten:

  • 30,00 EUR (davon Jagdabgabe 15,00 EUR)

Informationen für Jagscheininhaber

Wer sind Kundige Personen im Sinne der EG-Gesetzgebung?

Kundige Person im Sinne des einschlägigen EG-Rechts sind die zur Jagdausübung legitimierten Personen, die eine Prüfung zur Erlangung des ersten Jagdscheines in Hessen abgelegt haben und die sich bis spätestens Ende 2009 einer Schulung durch den Landesjagdverband Hessen oder einer anderen Institution unterzogen haben, deren Lehrgangsinhalt mit dem Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz - Referat Fleischhygiene - abgestimmt ist.
Dem steht die Anerkennung als kundige Person in anderen Bundesländern gleich.
Spätestens ab 2010 gilt als kundige Person nur noch derjenige, der einen entsprechenden Lehrgang belegt hat.

 

Befugnisse der kundigen Person:
Eine kundige Person kann im Rahmen der Abgabe von erlegtem Wild an zugelassene Wildbearbeitungsbetriebe eine erste Untersuchung des Wildkörpers und aller Organe durchführen. Werden bei der Untersuchung keine auffälligen Merkmale festgestellt, besteht kein Verdacht auf eine Belastung des Tieres mit Umweltgiften und zeigte das Tier vor der Erlegung keine Verhaltensstörungen, so brauchen die Eingeweide und der Kopf dem Tier bei der Abgabe nicht beigefügt werden, wenn die kundige Person das Ergebnis der Untersuchung in einer schriftlichen Erklärung dem Wildkörper beifügt. Bestehen Zweifel bei irgendeinem der aufgeführten Merkmale, so hat dies die kundige Person auf dem Begleitzettel zu vermerken und dem Wildkörper sind – außer den Hauern, Geweihen, Hörnern, dem Magen nebst Därmen - alle Organe der jeweiligen Wildtiere beizufügen.
Bei Tierarten, bei denen der Kopf und das Zwerchfell zur Trichinenuntersuchung benötigt werden, sind sie – außer den Hauern beim Wildschwein - dem Tierkörper in jedem Fall beizufügen. Dies gilt auch dann, wenn keine kundige Person diese Untersuchungen durchgeführt hat.

 

Auskunft über Lehrgänge gibt der Kreisjägerverein Groß-Gerau e.V.

 

Hinweis:
Jagdscheininhaber, die Tierärzte oder amtliche Fachassistenten im Sinne der Verordnung (EG) 854/2004 sind und Personen, die nach dem 01.01.2007 ihre Prüfung zur Erlangung des ersten Jagdscheines in Hessen abgelegt haben, sind kundige Personen im o.g. Sinne und brauchen keinen Lehrgang zu besuchen.

Informationen für Jagdpächter / Eigenjagdbesitzer mit eigener Jagdpacht

Die Jagdbehörde setzt im Kreis Groß-Gerau für Reh- und Damwild Abschusspläne fest, nach denen zumindest der natürliche Überschuss einer Wildart erlegt werden soll.

Die Höhe des Abschusses orientiert sich am Wildbestand sowie am Ausmaß der Schäl- und Verbissschäden, die diese Wildarten an jungen Wildbäumen verursachen. Die Ermittlung von Verbissschäden (Rehwild) wird alle drei Jahre von den jeweils zuständigen Forstämtern durchgeführt.
Falls die Verbissschäden eine bestimmte Höhe überschreiten, wird für das betreffende Jagdrevier auch ein höherer Abschuss festgelegt.

Für Schwarzwild gibt es keine Abschusspläne, weil sich diese Wildart unvorhersehbar und schlagartig vermehren kann.

Die Abschussplanung und –festsetzung beim Rehwild erfordert im Kreis Groß-Gerau folgenden Verwaltungsablauf:

Zum Abschussplanvorschlag für die einzelnen Jagdbezirke ist der Vordruck Abschussplan für Rehwild - Anlage 4 zu verwenden. Dieser ist in dreifacher Ausfertigung auszufüllen, zu unterschreiben und im Einvernehmen mit dem Jagdrechtsinhaber dem Vorsitzenden der Hegegemeinschaft zuzuleiten.

Mit dem Jagdjahr 2013/2014 beginnt ein neuer dreijähriger Fortschreibungszeitraum. Der Abschussplanvorschlag hat somit den gesamten Planungszeitraum der Jagdjahre 2013/2014, 2014/2015 und 2015/2016 aufeinanderfolgend zu umfassen.

Unmittelbar nach der Mitgliederversammlung legt der Vorsitzende den mit den Vorschlägen der Hegegemeinschaft und des Sachkundigen versehenen Abschussplan-Vordruck der Jagdbehörde zur Festsetzung und Bestätigung vor. Eine Ausfertigung des bestätigten Planes wird den Jagdpächtern auf dem Postweg zugeleitet.

Die nachfolgend aufgeführten Unterlagen bitten wir bis zum 1. Februar jeden Jahres direkt der Jagdbehörde vorzulegen:

Die Bockabschussliste benötigt die Bewertungskommission des Kreisjägervereins Groß-Gerau e.V. anlässlich der Hegeschau.

Die Streckenliste umfasst alle Wildarten.
Wir bitten für die Streckenliste ausschließlich den herunterzuladenden Vordruck zu verwenden.

Alle Abgabetermine werden den Jagdausübungsberechtigten und den Hegegemeinschaftsleitern rechtzeitig bekannt gegeben. Die entsprechenden Vordrucke werden zeitnah versandt.

Die <media 63 - - "TEXT, Abschussliste neu 06, Abschussliste_neu_06.pdf, 137 KB">Abschusslisten für Dam-, Reh- und Schwarzwild </media>sind nach dem Hessischen Jagdgesetz unaufgefordert vorzulegen.
Für den Kreis Groß-Gerau gelten folgende Vorlagetermine:
Zum 15.12. und 01.02. für Damwild und zum 01.02. für Reh- und Schwarzwild.

Die nicht fristgerechte Vorlage der Abschusslisten kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.


Weitere Informationen und Vordrucke finden Sie auf der Internet-Seite des Regierungsprädiums Kassel.

Jagderlaubnisse

Das Gesetz unterscheidet zwischen

  • entgeltlichen und unentgeltlichen Jagderlaubnisscheinen
  • sowie zwischen befristeten (bis 12 Monate) und
  • dauerhaften Jagderlaubnisscheinen.

Die Jagderlaubnis ist in jedem Fall schriftlich zu erteilen und bedarf der Einwilligung des Jagdrechtsinhabers und der Zustimmung aller Jagdausübungsberechtigter des jeweiligen Jagdreviers.

Eine entgeltliche Jagderlaubnis mit einer Gültigkeit über 12 Monaten bedarf der Genehmigung der Unteren Jagdbehörde, eine unentgeltliche Jagderlaubnis mit einer Gültigkeit über 12 Monaten ist der Unteren Jagdbehörde lediglich anzuzeigen.

Eine Jagderlaubnis (unabhängig ob entgeltlich oder unentgeltlich) für einzelne Abschüsse näher bestimmten Wildes mit einer Gültigkeit bis zu 12 Monaten muss weder der Jagdbehörde angezeigt noch von der Unteren Jagdbehörde genehmigt werden.

Jagdaufsicht

Informationen für Jagdaufseher

Den von der Jagdbehörde bestätigten Jagdaufsehern obliegt in einem Jagdbezirk der Jagdschutz.

Inhalte des Jagdschutzes sind der Schutz des Wildes

  • vor Menschen (Wilderei, sowie die Verletzung sonstiger jagdrechtlicher Vorschriften),
  • vor Futternot,
  • vor Wildseuchen,
  • vor anderen Tieren (wildernde Hunde und Katzen, Raubzeug).

Bestätigte Jagdaufseher haben die gleiche Rechte und Pflichten wie Jagdausübungsberechtigte.

Jagdaufseherinnen und Jagdaufseher dürfen Jagdgäste führen. Es gibt keinen gesonderten Jagdaufseherausweis mehr.

Bestätigte Jagdaufseher erhalten zukünftig nur noch einen Vermerk in ihrem Jagdschein. Das Mitführen eines zusätzlichen Dokumentes entfällt hierdurch.

Nicht geprüfte und nicht bestätigte Jagdaufseher müssen nur ihre vom Jagdausübungsberechtigten verfasste schriftliche Bestellung zum Jagdaufseher mit sich führen. Es gibt keine Jagdschutzabzeichen und Jagdaufseherabzeichen mehr.

Benötigte Unterlagen:

  • Antrag
  • Dienstvertrag (auf Seite 2 des Antrages)
  • Bestätigung über bestandene Jagdaufseherprüfung
  • Kopie Personalausweis oder Reisepass

Kosten:

  • 45,00 EUR

Meldung von Jagdhunden

Für jedes Jagdrevier muss ein speziell ausgebildeter und geprüfter Jagdhund für die Nachsuche von verletztem Wild zur Verfügung stehen.
Angeschossenes oder auf andere Weise verletztes Wild ist unverzüglich nachzusuchen und zu erlegen. Ebenso muss bei der Such-, Drück- und Treibjagd sowie bei der Jagd auf Federwild ein brauchbarer Jagdhund eingesetzt werden. Dieser muss angeschossenes Wild rasch finden, damit es nicht unnötige Qualen erleidet.

Für ihren Jagbezirk haben Jagdausübungsberechtigte der Unteren Jagdbehörde die regelmäßige Verfügbarkeit eines zur Nachsuche brauchbaren Jagdhundes nachzuweisen.

Das Meldeformular ist auf dieser Seite als download hinterlegt.

Änderungen sollten der Unteren Jagdbehörde unter Verwendung des bereit gestellten Vordruckes unverzüglich mitgeteilt werden.

Benötigte Unterlagen:

  • Meldungsformular
  • Bescheinigung des Landesjagdverbandes über die Brauchbarkeit des Jagdhundes oder
  • Nachweis bestandener Prüfungen

Wildfütterung/Kirrung

Die Wildfütterung wurde gesetzlich neu geregelt. Die bisherige Wildfütterungsverordnung wurde aufgehoben.

Ablenkungsfütterungen sind verboten. Vorhandene Ablenkungsfütterungen sind unverzüglich zu beseitigen.

Weiterhin bestimmt das Gesetz, dass das Ausbringen von Futtermittel für Schalenwild verboten ist. Ausnahme: Die ganzjährige Fütterung von Raufutter (nur Heu und Grassilage)  - keine Pellets und Presslinge -  ist erlaubt.

Ferner regelt das Gesetz, dass der Jagdausübungsberechtigte verdorbene  und von wem auch immer unzulässig ausgebrachte Futtermittel unverzüglich auf seine Kosten zu beseitigen hat.

Wiederkäuendes Schalenwild darf nur in Notzeiten mit Saftfutter (nur Futterrüben, Möhren und Obsttrester) nach einem im Vorfeld von der Hegegemeinschaft zu erstellenden Fütterungskonzept gefüttert werden.  

Die Notzeit wird von der Unteren Jagdbehörde im Einvernehmen mit der Veterinärbehörde auf Antrag des Kreisjagdberaters festgestellt. Eine Notzeit kann nur in seltenen Ausnahmefällen,  z.B. bei extremen Witterungsbedingungen oder in Folge von Naturkatastrophen wie z.B. nach Waldbränden, flächendeckendem Hochwasser oder  extremen Winter in Betracht kommen.

Schwarzwild darf in der Notzeit nur mit heimischem Getreide, Mais oder Erbsen gefüttert werden, wobei diese Futtermittel so auszubringen sind, dass sie von anderem Schalenwild nicht aufgenommen werden können.

In der Notzeit ist die Jagdausübung auf die jeweilige Wildart kraft Gesetzes verboten.

Schwarzwild darf angekirrt werden. Erlaubt ist eine Kirrung pro Jagdbezirk und eine weitere je 100 Hektar angefangener Jagdfläche. Gekirrt werden darf mit einem Liter pro Tag und Kirrstelle. Neben Mais und heimischem Getreide sind nun auch Erbsen als Kirrmaterial zugelassen. Diese Futtermittel sind so auszubringen, dass sie von anderem Schalenwild nicht aufgenommen werden können.

Die Kirrstellen müssen von der Jagdbehörde nicht mehr genehmigt, sondern dieser nur noch angezeigt werden. Wir halten es für angebracht, dass die Anzeige einer Verlegung oder Neuerrichtung von Kirrungen wie bisher über die Hegegemeinschaften an die Jagdbehörde erfolgt.

Downloads

Frau M. Sabitzer
Sachgebietsleiterin
Zimmer 145
06152 989-263

Frau S. Wenner
Sachbearbeiterin,
Stellv. Sachgebietsleiterin
Zimmer 146
06152 989-375